Dosismanagement · Strahlenschutz

Dosismanagement-Software: Patientendosis erfassen, prüfen und nachweisen

StrlSchG und StrlSchV verpflichten zu Erfassung, Optimierung und Nachweis der Patientendosis. Automatisiert läuft das im Hintergrund — und aus dem Prüfungstermin wird ein Datenexport.

  • IHE-konform
  • Klasse IIb (MDR)
  • 24/7 Service Desk
  • 01Rechtsgrundlage: StrlSchG, StrlSchV, EURATOM 2013/59
  • 02Datenquelle: DICOM RDSR, MPPS, HL7
  • 03Herstellerübergreifend über alle Modalitäten
Warum Dosismanagement

Drei Gründe.

01

Erfassen statt abtippen

Dosisdaten kommen direkt aus der Modalität — über DICOM RDSR, MPPS oder HL7 — und werden Patient und Untersuchung automatisch zugeordnet. Ohne Nachpflegen, ohne Lücke im Nachweis.

02

Auswerten statt sammeln

Jeder Wert wird gegen diagnostische Referenzwerte (DRL) geprüft; Ausreißer werden gemeldet. Dashboards zeigen Gerät, Protokoll und Standort im Vergleich — die Basis für die Optimierungspflicht.

03

Nachweisen statt suchen

Revisionssichere Dokumentation und Reports für QS und Aufsicht, mit Rollen- und Rechtekonzept für Strahlenschutzbeauftragte. Die Prüfung wird zum Export.

Rechtsrahmen

Die Normen — und was sie für Sie bedeuten

Stand: August 2026. Rechtsgrundlagen ändern sich; bei konkreten Projekten prüfen wir den aktuellen Stand.

StrlSchG / StrlSchV Strahlenschutzgesetz / Strahlenschutzverordnung

Seit dem 31.12.2018 lösen sie die frühere Röntgenverordnung (RöV) ab und setzen die EU-Richtlinie 2013/59/Euratom um. Sie regeln Erfassung, Optimierung, Aufzeichnungspflichten und die Rolle der Strahlenschutzbeauftragten.

Was das für Sie bedeutet

Das ist Ihre unmittelbare Rechtsgrundlage. Referenzen auf die RöV in älteren Unterlagen und Ausschreibungstexten sind seit 2019 überholt.

Quelle: Strahlenschutzgesetz (StrlSchG)
DRL Diagnostische Referenzwerte

Vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlichte Richtwerte je Untersuchungsart.

Was das für Sie bedeutet

Keine Grenzwerte, sondern Vergleichsmaßstab. Eine einzelne Überschreitung ist kein Verstoß; die regelmäßige Überschreitung ohne erkennbare Reaktion sehr wohl. Genau das prüft die Aufsicht.

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz — Diagnostische Referenzwerte
DICOM RDSR Radiation Dose Structured Report

Der standardisierte DICOM-Strukturbericht, in dem Modalitäten ihre Dosisdaten maschinenlesbar bereitstellen.

Was das für Sie bedeutet

Der RDSR entscheidet darüber, ob Dosismanagement automatisch läuft oder Handarbeit bleibt. Wir prüfen geräteweise, welche Ihrer Modalitäten ihn liefern — das ist der erste Schritt jedes Projekts.

Erst Beratung. Dann Entscheidung.

In drei Schritten zum belastbaren Dosisnachweis

  1. 01

    Workflow-Check

    Wir sichten Ihre Modalitätenliste: Welche Geräte liefern RDSR, welche MPPS, wo bliebe Handarbeit? Daraus entsteht der Plan je Gerät — vor jeder Zusage.

  2. 02

    Anbindung & Abgleich

    Modalitäten, RIS und PACS werden angebunden, Referenzwerte und Warnschwellen hinterlegt. Im Parallelbetrieb prüfen wir je Gerät, ob die Werte vollständig und plausibel ankommen.

  3. 03

    Echtstart & Betreuung

    Einweisung der Strahlenschutzbeauftragten, Echtstart, laufender Betrieb — auf Wunsch mit 24/7 Service Desk und Monitoring aus unseren Managed IT Services.

FAQ

Häufige Fragen zum Dosismanagement

Kurz beantwortet — was Strahlenschutzbeauftragte, Radiologie und IT am häufigsten fragen.

Was ist Dosismanagement?

Dosismanagement ist die systematische Erfassung, Auswertung und Dokumentation der Strahlendosis, die Patientinnen und Patienten bei radiologischen Untersuchungen erhalten. Eine Dosismanagement-Software übernimmt die Werte automatisch aus den Modalitäten — in der Regel über den DICOM-Strukturbericht RDSR —, vergleicht sie mit diagnostischen Referenzwerten, meldet Auffälligkeiten und erzeugt auditfähige Nachweise. Verbindlich ist das in Deutschland über StrlSchG und StrlSchV, die die EU-Richtlinie 2013/59/Euratom umsetzen.

Ist Dosismanagement in Deutschland Pflicht?

Ja. Strahlenschutzgesetz und Strahlenschutzverordnung verpflichten Betreiber zur Aufzeichnung der Patientendosis, zum Abgleich mit diagnostischen Referenzwerten und zur Optimierung der Untersuchungsprotokolle. Die Form ist nicht vorgeschrieben — eine automatisierte Lösung ist aber praktisch die einzige, die bei einer Prüfung lückenlos belegt.

Funktioniert Dosismanagement auch mit Geräten verschiedener Hersteller?

Ja, sofern die Modalitäten einen DICOM Radiation Dose Structured Report (RDSR) erzeugen — bei aktuellen Geräten der Standard. Ältere Geräte lassen sich häufig über MPPS oder eine Auswertung des Dosisprotokolls anbinden. Genau das prüfen wir im Vorfeld je Gerät.

Brauche ich dafür ein neues RIS?

Dosismanagement lässt sich als eigenständige Komponente an ein bestehendes RIS und PACS anbinden. Ob eine Integration in Ihr vorhandenes System oder eine separate Lösung sinnvoller ist, hängt vom Gerätepark und der bestehenden Landschaft ab.

Was ist der Unterschied zwischen Dosiserfassung und Dosismanagement?

Erfassung ist das Sammeln der Werte. Management ist alles, was danach kommt: Zuordnung zum Patienten, Vergleich mit Referenzwerten, Erkennen von Ausreißern, Optimierung der Protokolle und der auditfähige Nachweis. Eine reine Erfassung erfüllt die Optimierungspflicht nicht.

Wie lange dauert die Einführung?

Das hängt fast ausschließlich vom Gerätepark ab. Bei einer überschaubaren Anzahl RDSR-fähiger Modalitäten ist die Anbindung in wenigen Tagen erledigt; ältere oder heterogene Geräteparks brauchen länger. Eine belastbare Aussage geben wir nach Sichtung Ihrer Modalitätenliste.

Fachlich geprüft: Projektingenieur RIS & Strahlenschutz Stand: 2026-08 Quellen: StrlSchG, StrlSchV, EURATOM 2013/59, Bundesamt für Strahlenschutz (DRL)

Normen (DIN, StrlSchG/StrlSchV, MDR, IHE) ändern sich — bei konkreten Projekten prüfen wir den aktuellen Stand. Bei Fragen erreichen Sie uns direkt — telefonisch oder per E-Mail.

Nächster Schritt

Modalitätenliste sichten — dann wissen wir, was geht

Schicken Sie uns Ihre Geräteliste: Wir prüfen je Modalität, ob die Dosisdaten automatisch ankommen — unverbindlich.

+49 3586 390 500 mail@easequence.de